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Evangelischen Kirchengemeinde Pfaffenhofen mit Pruppach!

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Die Texte der Rubrik „MUT MACHEN“, die hier von März 2020 bis März 2022 veröffentlicht wurden, gibt es zum Nachlesen unter „MUT MACHEN“.
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Johann Matthias Gesner
(* 9. April 1691 + 3. August 1761)
– ein besonderer Sohn der Stadt Roth

Ein – leider – stiller 333. Geburtstag, der aber dem bescheidenen Pädagogen und Professor für Poesie und Rhetorik in seinem Wesen entspricht.

Er hätte ein ziemlich unbekannter Sohn Roths bleiben können, aber manchmal ändern Fügungen im Leben alles. Johann Matthias Gesner wird am 9. April 1691 in Roth geboren. Dann stirbt sein Vater und so muss die Mutter mit seinen 8 Geschwistern ihren eigenen Weg finden. Dass der damalige Stadtpfarrer Zuckermantel sozusagen die Familie heiratet, war so eine Fügung. Er wächst im Pfarrhaus am Kirchplatz auf; eine Tafel am Haus erinnert an ihn. Sein Stiefvater erkennt schon bald seine besonderen geistigen Fähigkeiten und sorgt dafür, dass er ans Ansbacher Gymnasium ins Internat gehen darf. Von dort geht er zum Studium nach Jena.

Ein Rother Bub wird Pädagoge, klassischer Philologe, Bibliothekar und Rektor an der Thomasschule in Leipzig. Der damalige Thomaskantor Johann Sebastian Bach ruft angeblich bei seiner Berufung nach Leipzig aus: ‚Jetzt wird alles gut!‘ Und für Gesner und Bach wird es auch eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit, weil sie sich gegenseitig unterstützen. Aber die Leipziger Universitätsprofessoren neiden Gesners Nähe zu Bach und vor allem seinen guten Draht zum Rat der Stadt.

So fügt es sich, dass er als Professor für Poesie und Rhetorik in Göttingen berufen wird. Gleichzeitig wird er auch der Leiter der Universitätsbibliothek und setzt in beiden Ämtern – als Professor und Rektor – in der immer noch sehr spätmittelalterlich geprägten Universitätslandschaft neue Maßstäbe, wie man Bildung am besten vermitteln sollte. Er treibt sowohl für den Schulunterricht wie auch für das Universitätsstudium wichtige Reformen voran. Mit ihm verändert sich nicht nur das Studium, sondern auch die Studenten: Lust am Lernen, Lust an Bildung entsteht in seiner Nähe.

Johann Matthias Gesner hat nie ein großes Musikstück geschrieben, nie ein Kunstwerk und nie ein Bauwerk von nationaler Größe geschaffen. Er war gewiss kein Promi des damaligen Geisteslebens, kein Star im heutigen Sinn. Aber durch ihn veränderte sich die gesamte Bildungslandschaft in Deutschland. Was heute zu den Standards in der Bildung gehört, hat Johann Matthias Gesner geschaffen und möglich gemacht. Als er am 3. August 1761 in Göttingen stirbt, darf er zurückschauen auf vergangene (und vorausschauen auf zukünftige) Generationen von jungen Menschen, die dank ihm ein besseres Studium und damit eine bessere Grundlage für viele wissenschaftliche Errungenschaften späterer Zeiten erhalten haben und besitzen werden.

Von Martin Luther ist bekannt, dass er seinen Konfis gegenüber äußerte: Es war mir eine Ehre, euch unterrichten zu dürfen. Vermutlich hätte es der bescheidene Johann Matthias Gesner nicht besser sagen können.

Eberhard Hadem, 9. April 2024

Tafel mit Inschrift zu Johann Matthias Gesner am Pfarramt in Roth

Konfirmationen und Konfi-Ausflug

Pfr. Eberhard Hadem und die Konfis des Jahrgangs 2024

In zwei schönen Konfirmationsgottesdiensten wurden folgende Konfis am Palmsonntag 2024 in der Ottilienkirche konfirmiert: Andreas Bachinger, Lena Bachinger, Sarah Brenner, Tristan Dauer, Jonas Dornisch, Maja Hoffmann, Luis Schrödel und Adrian Vogl. Wir gratulieren herzlich und wünschen allen Konfirmierten ein frohe Zeit – und dass wir uns bald wiedersehen werden. Vielleicht beim Gemeindefest am Pfingstsonntag 19. Mai?

Am Tag darauf sind wir zum Konfi-Ausflug mit der Bahn nach Gmünd gefahren um den 'Petersgmünder Kunstkarton' von Luisa Sauer am Dorfring 2 zu besuchen. Alle Konfis und der Pfarrer haben gemalt. Es war eine besondere Freiheit, weil es nicht um Leistung oder Bewertungen wie in der Schule ging, sondern um ein freies Malen, absichtslos. Einzige Voraussetzung: Sich darauf einlassen und nicht über das eigene und das der andere reden dürfen. Aber staunen, was dabei herauskam - oder besser: was in einem jedem Menschen drin steckt, aber kaum Chance hat, herausgelassen zu werden. Wer mal selber im Kunstkarton mitmachen möchte, ist herzlich zum Schnuppern eingeladen: www.petersgmuenderkunstkarton.de.

Konfis im Kunstkarton

Konfis im Kunstkarton

Anschließend haben wir noch die Synagoge und den jüdischen Friedhof besucht. Und auf dem Rückweg die ursprünglich jüdischen Häuser in der Bahnhofstraße angeschaut. Ein reiches jüdisches Leben fand unter den Nazis ihr Ende, 1948 wurde der letzte Jude hier bestattet. Heute – darauf ist Georgensgmünd mit Recht stolz – bemüht man sich um die Erinnerung und das Gedenken, nicht nur in Synagoge mit Mikwe-Bad, sondern auch im Tahara-Haus, dem jüdischen Leichenhaus sowie der Lebensgeschichten früherer Gmünder jüdischer Bürger.

Und wir haben als kleine Jugendgruppe beschlossen, zukünftig immer wieder mal etwas gemeinsam zu unternehmen. Der größte Wunsch wäre es, zum Formel 1-Rennen nach Spielberg zu fahren. Aber wir haben uns dann darauf geeinigt, kleinere Semmeln zu backen: Weniger Kunst, dafür mehr Geschichte in Museen anzuschauen. Auch ehemalige Konfis sind herzlich eingeladen.


Stellenausschreibung: Kindergartenleitung (m/w/d)

Wir suchen ab sofort eine neue Einrichtungsleitung für unseren Kindergarten! Alle Informationen finden Sie in der vollständigen Stellenausschreibung. Bewerbungsfrist ist der 9. Februar 2024.


Verabschiedung von Irene Kanis als Kirchenvorsteherin

Auf eigenen Wunsch gibt Irene Kanis ihr Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Im Altjahresgottesdienst am 31.12.2023 um 15:30 Uhr haben wir sie verabschiedet. Wir danken Irene Kanis sehr für all die Jahre, in denen sie uns im Kirchenvorstand und unserer Gemeinde mit gutem Rat und Weitsicht beigestanden ist. Ihren sachlich-nüchternen Blick auf die Dinge haben wir immer sehr geschätzt, ihren Blick auf Menschen, auf Ober und Unter, auf (Arbeits-)Bedingungen, aufs Leben überhaupt. Unschätzbar ihr Rat, für den wir sehr dankbar sind. Im Namen der Kirchengemeinde und des Kirchenvorstands sagen wir ihr unseren herzlichen Dank für ihren treuen Dienst. Und wünschen ihr und ihrem Mann Gerhard alles Gute und vor allem ein 'Gott befohlen' für die kommenden Jahre.

Für den Kirchenvorstand, Eberhard Hadem

Pfr. Eberhard Hadem, Irene Kanis und Martin Burmann

Mit herzlichen Grüßen
Pfarrer Eberhard Hadem